Begriffsbildung

Modality Relativity? The Influence of Sign Language and Spoken Language on Conceptual Categorization

von Dr. Klaudia Grote

Dissertation veröffentlicht unter:

publications.rwth-aachen.de/record/211239/files/4546.pdf

Inhalt


Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, inwieweit die Modalität einer Sprache (gestisch-visuell vs. vokal-auditiv) Einfluss auf Strukturen des konzeptuellen Systems hat. In empirischen Studien wurde untersucht, ob sich die Art und die Stärke der semantischen Relationen in Abhängigkeit der verwendeten Sprachmodalität unterscheiden. Die Ergebnisse aus den Studien zu Simultaneität und Ikonizität zeigen, dass die medialen Eigenschaften von Laut- und Gebärdensprache die Modellierung mentaler Konzeptstrukturen spezifisch bestimmen, sich konzeptuelle Strukturen im kognitiven System also in Abhängigkeit vom je spezifischen Sprachsystem ausbilden.

Dauer

Das Forschungsvorhaben wurde im Sonderforschungsbereich 'Medien und kulturelle Kommunikation' (SFB-FK427) durchgeführt und 2013 abgeschlossen.

Veröffentlichungen

  • Grote K. (2013). ‚Modality Relativity?‘ The Influence of Sign Language and Spoken Language on Semantic Categorization. Dissertation. darwin.bth.rwth-aachen.de/opus3/volltexte/2013/4546/
  • Grote,K. (2010). Denken Gehörlose anders? Auswirkungen der gestisch-visuellen Gebärdensprache auf die Begriffsbildung. In: DAS ZEICHEN 85, Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser, S.310-319
  • Grote, K. (2004). 'Mediale Relativität': Der Einfluß von Sprachmodalität auf semantische Strukturen. In: L. Jaeger & Linz, E. (Hg.) Medialität und Mentalität. Fink-Verlag (2004)
  • I. Werth, F. Kramer and K. Grote (2004), Cognitive Abilities and Skills of Deaf Signers with Deaf Parents vs. Hearing Parents compared to Hearing Non-signers  Paper presented at the Theoretical Issues in Sign Language Research Universitat de Barcelona, Spain
  • Grote, K. & Linz, E. (2002). The Influence of Sign Language Iconicity on Semantic Conceptualization. In Max Nänny/Olga Fischer (Hg.): Iconicity in Language and Literature 3, Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins.
  • Grote, K. & Linz, E. (2002). Sprechende Hände. Ikonizität in der Gebärdensprache und ihre Auswirkungen auf semantische Strukturen. In: Klappert, A. & Pompe, H., Manus Loquens. (2002)
  • Grote, K./Willmes, K. (2001): "Do organizational principles in the mental lexicon influence the internal architecture of visual semantic categories?", in: Anne Baker/Beppie van den Bogaerde/Onno Crasborn (Hg): Cross-linguistic perspectives in sign language research. Selected papers from TISLR 2000, Hamburg: Signum Press.
  • Grote, K. (2001): Medalitätsabhängige Semantik: Evidenzen aus der Gebärdensprachforschung. In: L. Jäger & Louis-Nouvertné (Hg.) Gebärdensprache (Themenband). Sprache und Literatur (SuL)
  • Grote, K. (2001). Registervielfalt und semantische Strukturen: Zur Organisation des crossmodalen bilingualen Lexikons. In: Gudula und Günther List (Hg.): Quersprachlichkeit. Zum transkulturellen Registergebrauch in Laut- und Gebärdensprache. Tübingen, Stauffenburg-Verlag.
  • Grote, K. (2000). Verfahren zur Einschätzung von Itemparametern (VEIP). Software, RWTH Aachen.
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